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Tokio Reisen
Durch Archäologische Funde weiß man, dass das Gebiet des heutigen Tokio schon in der Steinzeit bewohnt war. Unter dem Namen Edo befand sich dort früher ein Fischerdorf mit Fischereihafen. Lange Zeit hatte es keinerlei Bedeutung für das restliche Japan. Erst im 15. Jahrhundert stieg der Wert der Siedlung durch die Burg, die Damyo Ota Dokan in der Nähe erbauen ließ. Für das ganze Land interessant wurde Edo unter Tokugawa Iegasu. Der Shogun ernannte es zur Hauptstadt seines Shogunats und machte es damit zur wichtigsten Stadt Japans. Der offizielle Kaiser hatte mittlerweile längst seine Macht verloren. Genauso erging es seiner Residenz Kyoto. Die Bedeutung Edos hingegen stieg durch die Ansiedlung von Großgrundbesitzern und Handwerkern weiter. Seit 1868, als der kaiserliche Hof nach Edo umzog war die Macht der Stadt schließlich mehr als offensichtlich. Im gleichen Zuge erfolgte auch die Umbenennung in Tokio, was übersetzt östliche Hauptstadt bedeutet. Seit 1943 ist Tokio offiziell keine Stadt mehr. Vermutlich aufgrund der stetig ansteigenden Größe wird das Gebiet nur noch inoffiziell eine Stadt genannt. Formal handelt es sich bei Tokio nun um einen Ballungsraum oder eine Ansammlung von 23 autonomen Stadtbezirken. Im ehemaligen Stadtgebiet leben 8 Millionen Menschen, in der dazugehörigen Region 36 Millionen auf 5.258 qkm Fläche. Vor allem im Zentrum Tokios findet das Leben, wie in anderen Metropolen auch, auf engstem Raum statt. Dabei steigt nicht nur die Höhe der Häuser immer mehr, sondern auch die Preise erheben sich in teilweise unerschwingliche Höhen. Findige Hotelunternehmen haben sich für beide Probleme eine Lösung einfallen lassen: Touristen, die in einer günstigen Unterkunft nächtigen und wenig Zeit im Hotelzimmer verbringen möchten, können das in einer Arte Koje tun, die nicht größer als das Bett ist. Aufrechtstehen ist nicht möglich, sitzen und liegen dagegen schon. Trotz aller Sparsamkeit befindet sich ein Fernseher auf Fußende des Schlafplatzes. Gäste dieser Hotels können außer der Nacht kaum Zeit in ihren Zimmern verbringen. Aber das wollen sie meist auch gar nicht. Viele Touristen kommen nach Tokio, um das blühende Nachtleben der Stadt, in der die Lichter nie ausgehen, zu erleben. Das Abendprogramm besteht aus Kinos, Bars, Nachtclubs, Konzerten und den in Japan sehr beliebten Karaoke-Bars, in denen internationale Hits gespielt werden, die jeder mitsingen kann. Tagsüber könne sich die Urlauber auf die Spuren der japanischen Kultur begeben, oder sich von den berühmten Gaumenfreuden in Restaurants oder Sushi-Bars verwöhnen lassen.
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