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Südamerika Reisen
Reise-Preisvergleich Südamerika Zwölf Staaten umfasst Südamerika vom winzigen Surinam an der Karibikküste bis zum mächtigen Brasilien, dem größten Land des Kontinents und auch das einzige, in dem Portugiesisch gesprochen wird. Denn während in allen anderen Ländern Spanisch die Landessprache ist, wurde Brasilien, das knapp die Hälfte der gesamten Landmasse einnimmt, im 15. Jahrhundert, kaum, dass Kolumbus Amerika für die Europäer entdeckt hatte, den Portugiesen zugeschlagen per Papstedikt. Heute ist Südamerika ein wahrer Tourismusmagnet. Und die Nachfrage richtet sich nicht nur auf klassische Reisedestinationen wie das europäisch geprägte Argentinien oder die lebensfrohe Metropole am Zuckerhut, Rio de Janeiro, sondern der ganze Kontinent erlebt seit etlichen Jahren einen wahren Boom. Verantwortlich dafür ist sicher eine gehörige Portion Mystik und Exotik, die man den Ländern zwischen Anden und Amazonas zuschreibt, nicht zuletzt seit dem Durchbruch der lateinamerikanischen Literatur und seitdem die Militärdiktaturen, die in vielen Ländern herrschten, endlich Geschichte sind. Die Faszinationskraft konzentriert sich dabei auf zweierlei: zum einen auf die Anden, die sich analog zu den Rocky Mountains in Nordamerika in Nord-Süd-Richtung über den ganzen Kontinent erstrecken, zum zweiten auf die tropischen Regenwaldgebiete und die paradiesischen Strände an Atlantik und Pazifik. In den Anden sind es schneebedeckte Gebirgs- und Vulkangipfel wie der Chimborazo, die Tempelanlagen der Inka wie z. B. im peruanischen Machu Picchu und die teils noch traditionelle Folklore der indigenen Völker, die Touristen anziehen. Indio-Märkte, auf denen gewobene Textilien und Produkte aus Lama- oder Alpacawolle angeboten werden, und Melodien aus der Panflöte machen dieses mal künstliche, mal authentische Andenflair aus. Mächtig erhebt sich die südliche Kordillere parallel zur Pazifikküste und schafft Gipfel von über 6.000 Metern Höhe die höchsten des ganzen amerikanischen Kontinents. Chile, Argentinien, Bolivien, Peru, Ecuador und Kolumbien sind gekennzeichnet von der Rauheit der Anden. An den Berghängen breiten sich Nebel- und Regenwälder aus, in denen viele seltene und vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten eine Heimat haben. Der Amazonas mit seinen Zuflüssen ist nicht nur ein faszinierendes Biotop, sondern auch das größte Waldgebiet der Welt, ohne das die Menschheit schnell ein Sauerstoffproblem hätte. In den schwer zugänglichen Gegenden leben Indio-Völker noch immer so, als wären dreihundert Jahre Konquistadores und christliche Missionare nie gewesen. An den Küsten, vor allem an der Karibikküste Kolumbiens, Venezuelas, auf den Inselgruppen der Antillen und an den Badestränden Brasiliens, herrscht ein entspannter, sehr offener und lebensfroher Lebensstil, der berufsgestressten Europäern sehr entgegen kommt. So prächtig die Urlaubsorte aber auch sind, können sie nicht darüber hinwegtäuschen, dass in Südamerika die Kluft zwischen Arm und Reich immer noch riesig ist: das reichste Viertel der Bevölkerung besitzt weit über die Hälfte des ganzen Kapitals. Dabei ist Südamerika einer der an Rohstoffen reichsten Kontinente. Bananen, Kakao, Mais alle kommen ursprünglich von hier. Leider ist Südamerika aber auch einer der korruptesten Kontinente. Aber der Durchreisende kann sich auf Erfreulicheres konzentrieren. Den berühmten Karneval in Rio. Die argentinischen Ranches. Kap Hoorn in Feuerland, wo Atlantik und Pazifik aufeinander treffen. Buenos Aires und Montevideo. Zu sehen gibt es vieles so vieles, das der Südamerikaboom wohl noch viele Jahre anhalten wird. Das wäre jedenfalls nicht das Schlechteste für Südamerika und für die Touristen schon gar nicht.
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